Performance Max richtig aufsetzen: Feeds, Asset Groups, Steuerung

Prüfe Feed, Asset Groups, Signale und Ausschlüsse vor dem Launch und danach im festen Takt. So bewertest du PMax neben deinen Business-Zahlen.
Author:
René Dallmann

Performance Max braucht ein klares Conversion-Ziel, passende Assets und bei E-Commerce einen gepflegten Produktfeed. Lege vor dem Launch fest, wie du Kosten, Bestellungen und Marge prüfst. Die Kampagne verteilt Budget, deine Wirtschaftlichkeit musst du selbst bewerten.

Was ist Performance Max?

Performance Max (PMax) ist Googles vollautomatisierter Kampagnentyp, der alle Google-Inventare in einer einzigen Kampagne bedient. Statt einzelne Kanäle getrennt zu steuern, gibst du Conversion-Ziel, Budget, einen Produktfeed und Asset Groups vor. Google entscheidet dann, wo, wann und wem deine Anzeige ausgespielt wird. Die Kontrolle liegt weniger im Targeting als in der Qualität dessen, was du dem Algorithmus gibst.

Das Wichtigste in Kürze

  • PMax steuerst du über Inputs, nicht über klassisches Targeting: Feed, Assets und Signale.
  • Produktfeed prüfen: Titel, Bilder und Attribute müssen zum Sortiment und zur geplanten Ausspielung passen.
  • Asset Groups sind dein Strukturhebel. Eine pro Produktkategorie oder Zielgruppe statt alles in einen Topf.
  • Ohne Ausschlüsse und Steuerung kannibalisiert PMax leicht deine Brand-Suche und verschleiert, wo das Budget wirklich hinfließt.

Hebel 1: Der Produktfeed

Prüfe den Produktfeed vor dem Launch: vollständige Titel, passende Suchbegriffe, saubere Produkttypen, gute Bilder und korrekte Attribute. Arbeite erkennbare Lücken ab und kontrolliere den Feed auch nach dem Start. Mehr Budget behebt keine falschen Produktdaten.

Hebel 2: Asset Groups sinnvoll schneiden

Schneide Asset Groups nach einer nachvollziehbaren Logik, etwa Produktkategorie, Marge oder Zielgruppe. Ordne Botschaften und Bilder passend zu und dokumentiere die Struktur. So kannst du im Report nachvollziehen, welchen Bereich du gerade bewertest.

Hebel 3: Signale geben, nicht hoffen

PMax wird besser, je bessere Signale es bekommt. Audience Signals, also deine besten Kundenlisten, hochwertige Zielgruppen und Suchthemen, zeigen dem Algorithmus, wo er anfangen soll zu suchen. Sie sind kein hartes Targeting, sondern ein Startpunkt. Kombiniert mit sauberem Conversion-Tracking und Enhanced Conversions lernt die Kampagne schneller, die richtigen Käufer zu finden.

Hebel 4: Ausschlüsse und Steuerung zurückgewinnen

Prüfe, wie viel ausgewiesener Erfolg auf Brand-Suche entfällt. Nutze passende Ausschlüsse und kontrolliere irrelevante Suchbegriffe und Platzierungen, soweit dein Setup das erlaubt. Reports und Skripte helfen dir, die Budgetverteilung sichtbar zu machen. Bewerte sie neben deinen Business-Zahlen.

Performance Max vs klassische Search-Kampagnen

  • Kanäle: PMax alle Google-Inventare, klassische Search nur die Suche.
  • Kontrolle über Keywords: PMax sehr gering, Search hoch.
  • Transparenz: PMax eingeschränkt, Search hoch.
  • Stärke: PMax Skalierung über alle Kanäle, Search gezielte Kaufabsicht.
  • Steuerung über: PMax Feed, Assets und Signale, Search Keywords und Gebote.

Prüfe die Aufgaben beider Kampagnentypen in deinem Konto: Welche Suchnachfrage deckt Search ab, welche Aufgabe übernimmt PMax? Eine gemeinsame Planung ist wichtiger als eine pauschale Empfehlung für die Kombination.

Praxisbeispiel: PuttView

Die veröffentlichte Case zu PuttView beschreibt Arbeit an Kampagnenstruktur, Keywords und Landingpages im Google-Setup. Sie berichtet für das erste Jahr 241 Prozent ROI, über 73 Verkaufschancen und mehr als 12 Neukunden über einen einzigen Paid-Kanal. Diese Zahlen isolieren nicht die Wirkung einzelner Änderungen und belegen keinen allgemeinen PMax-Vorteil.

Warum Steuerung Erfahrung braucht

Halte den Feed aktuell, prüfe die Asset Groups und kontrolliere Ausschlüsse und Reports. Lege dafür einen festen Review-Takt fest. Ein einmaliger Launch ersetzt diese Arbeit nicht.

Häufige Fragen

Für wen lohnt sich Performance Max?

Vor allem für E-Commerce mit einem guten Produktfeed und für Konten, die über alle Google-Kanäle skalieren wollen. Wer ausschließlich gezielte Kaufabsicht über die Suche abgreifen will, fährt mit klassischen Search-Kampagnen oft kontrollierter.

Kannibalisiert Performance Max meine Brand-Suche?

PMax kann Brand-Suchanfragen bedienen. Prüfe den Anteil, bevor du den ausgewiesenen ROAS als zusätzliche Nachfrage liest. Ob und welche Marken-Ausschlüsse du brauchst, hängt von der Aufgabe der Kampagne ab.

Wie wichtig ist der Feed bei Performance Max?

Der Feed ist eine wichtige Grundlage für Shopping-Ausspielung. Prüfe Titel, Produkttypen, Bilder und Attribute. Wie groß sein Einfluss auf dein Ergebnis ist, lässt sich nicht pauschal für jedes Konto beziffern.

Sollte ich Performance Max und klassische Search parallel laufen lassen?

Wenn die Kampagnen unterschiedliche Aufgaben haben, kann die Kombination sinnvoll sein. Definiere diese Aufgaben und prüfe die Überschneidung. Parallelbetrieb allein ist noch keine saubere Struktur.

Fazit

Prüfe Feed, Asset Groups, Signale und Ausschlüsse regelmäßig. Lege fest, welche Zahlen eine Änderung auslösen und wie du deren Ergebnis bewertest. Diese laufende Steuerung übernehmen wir bei Mesper. So arbeiten wir.

Wenn du PMax nicht selbst führen willst

Performance Max braucht jemanden, der Feed, Asset Groups und Ausschlüsse laufend nachzieht. Genau das übernehmen wir als Google Ads Agentur, mit einem Senior, der dein Konto selbst steuert.

Ob sich die Kampagne rechnet, entscheidet dein Break-even. Die Rechnung dazu steht in ROAS berechnen.

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