
Was kosten Influencer? Für eine erste Orientierung helfen veröffentlichte Preise pro 1.000 Views. Für Instagram nennt Modash aus DACH-Kooperationen 25–45 € für Stories und 10–50 € für Reels. Dein konkretes Angebot hängt zusätzlich von Zielgruppe, Leistung und Nutzungsrechten ab. Eine feste Preisliste für jeden Account lässt sich daraus nicht ableiten.
Hier siehst du, was diese Richtwerte aussagen, welche Kosten du dazurechnen musst und wie du ein Angebot vor der Zusage prüfst.
Modash nennt diese DACH-Spannen aus mehreren hundert Kooperationen über zwei Jahre. Sie stammen von Influencer-Marketing-Managerin Anna-Maria Klappenbach. Das sind Praxiswerte, keine repräsentative Marktstudie.
| Format | CPM | Einordnung |
|---|---|---|
| Instagram Stories | 25–45 € | DACH-Erfahrung; selten über 35 € |
| Instagram Reels | 10–50 € | DACH-Erfahrung; häufig ähnlich wie Stories |
CPM beziehungsweise TKP meint hier den Preis pro 1.000 Views. Enthaltene Produktionsleistungen und Rechte werden nicht einzeln aufgeschlüsselt. Die Spannen helfen bei Rückfragen zum Angebot; sie sind keine verbindlichen Preisgrenzen.
Die ergänzenden Modash-Tabellen beziehen sich bei TikTok auf Nordamerika und bei YouTube überwiegend auf US-Integrationen. Für diese Formate setzen wir hier deshalb keinen pauschalen DACH-Preis an.
Vergleiche stattdessen konkrete Angebote mit ähnlicher Leistung: ein einzelnes TikTok-Video mit einem einzelnen TikTok-Video, eine YouTube-Integration mit einer vergleichbaren Integration. Ein komplett für deine Marke produziertes Video ist eine andere Buchung als ein kurzer Werbeteil in einem regulären Video.
Du kaufst einen vereinbarten Inhalt und dessen Veröffentlichung. Wie oft dieser Inhalt gesehen wird, steht nicht in der Followerzahl. Ein Account kann viele Abonnenten haben und mit dem gebuchten Format trotzdem nur einen kleinen Teil davon erreichen.
Bitte deshalb um aktuelle Insights für das konkrete Format. Prüfe mehrere vergleichbare Veröffentlichungen und erkenne Ausreißer, statt den erfolgreichsten viralen Clip als erwartbare Leistung anzusetzen. Erfasst ihr Views oder erreichte Personen? Sind die Zahlen organisch oder durch Werbung entstanden? Dieselbe Definition muss für alle Angebote gelten.
Auch echte Views sind noch kein Beleg für passende Interessenten. Land, Sprache, Interessen und Kaufanlass müssen zu deinem Angebot passen. Ein günstiger Kontakt außerhalb deiner Zielgruppe hilft dir bei der Budgetentscheidung wenig.
Ein Reel, drei Story-Frames und ein langes YouTube-Video sind unterschiedliche Leistungen. Halte Anzahl, Länge, Veröffentlichungszeitraum, Link-Platzierung und notwendige Abstimmungen fest. Kläre auch, ob Konzept, Dreh, Schnitt und eine Korrekturschleife bereits im Honorar enthalten sind.
Frage nach den Zahlen, die zu deinem Auftrag passen. Bei Stories sind Insights ähnlicher Story-Sequenzen hilfreicher als die Views eines einzelnen Reels. Bei einem regionalen Angebot zählt besonders, welcher Teil der Community aus dem relevanten Gebiet kommt.
Die Veröffentlichung beim Creator bedeutet nicht automatisch, dass du das Material selbst als Anzeige einsetzen darfst. Vereinbare Plattformen, Laufzeit, Länder und erlaubte Bearbeitungen. Ausspielung über den Creator-Account ist ebenfalls eine eigene Vereinbarung. Unser Guide zu UGC-Nutzungsrechten zeigt, was vor dem Dreh geklärt sein muss.
Soll der Creator eine Zeit lang keine Wettbewerber bewerben, schränkt das weitere Buchungen ein. Definiere die ausgeschlossene Kategorie und den Zeitraum konkret. Vergleiche ein Angebot mit Exklusivität nicht ungeprüft mit einer einzelnen Veröffentlichung ohne diese Einschränkung.
Auch bei einem Produktdeal entstehen dir Kosten. Setze dafür deine tatsächlichen Produkt- und Versandkosten an, nicht den Verkaufspreis. Separates Management, zusätzliche Produktion oder eine vereinbarte Provision gehören ebenfalls in deine Kalkulation. Jede Position darf dabei nur einmal auftauchen.
Für einen ersten Vergleich teilst du das Honorar durch die erwarteten oder gemessenen organischen Views und multiplizierst mit 1.000. Das Ergebnis ist ein Preis pro 1.000 Views. Es ist keine Aussage über Käufe oder Gewinn.
Honorar-TKP = Honorar ÷ organische Views × 1.000
Views können dieselbe Person mehrfach enthalten. Ein TKP auf Basis von Views ist deshalb nicht dasselbe wie ein Preis pro 1.000 eindeutig erreichten Personen. Vergleiche nur dieselbe Messgröße und halte fest, welche Leistungen das Honorar umfasst.
Für deine gesamte Budgetentscheidung brauchst du eine zweite Rechnung:
Gesamtkosten = Honorar + separat berechnete Rechte + zusätzliche Produktion + Produkt und Versand + weitere feste Kooperationskosten
Du kannst auch diese Summe auf 1.000 Views beziehen. Kennzeichne sie dann als TKP inklusive Zusatzkosten. Vergleiche sie nicht direkt mit einem Wert, der nur das Creator-Honorar umfasst.
Bezahlte Ausspielung bleibt eine eigene Rechnung. Wenn du den Content später als Ad nutzt, kommen Adspend und eigene Auslieferungsdaten dazu. Organische Creator-Views und bezahlte Views pauschal zusammenzuzählen würde den Vergleich der gebuchten Creator-Leistung verändern.
Wenn du Interaktionen bewerten willst, ergänze die Kosten pro Interaktion: CPE = Honorar ÷ Interaktionen. Für die Gesamtkostenrechnung kannst du stattdessen alle festen Kooperationskosten im Zähler verwenden. Halte die Kostenbasis im Vergleich gleich.
Die Engagement-Rate nach Views = Interaktionen ÷ organische Views × 100 zeigt das Verhältnis von Interaktionen zu Views desselben Contents. Sie ist nicht mit einer Rate nach Followerzahl gleichzusetzen. Welche Bezugsgröße verwendet wird, muss erkennbar sein. Sprout Social beschreibt die unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen.
Das folgende Angebot ist fiktiv. Es dient der Erklärung und ist weder ein Marktbenchmark noch ein Mesper-Kundenfall. Alle Beträge werden auf derselben Nettobasis gerechnet.
| Position | Betrag oder Annahme |
|---|---|
| Honorar für das vereinbarte Content-Paket | 1.000 € |
| Separat vereinbarte Nutzungsrechte | 200 € |
| Tatsächliche Produkt- und Versandkosten | 100 € |
| Gesamtkosten ohne Adspend | 1.300 € |
| Angenommene organische Views des Pakets | 40.000 |
| Deckungsbeitrag je Bestellung vor Kooperationskosten | 20 € |
Das Honorar entspricht einem TKP von 25 €: 1.000 € ÷ 40.000 × 1.000. Mit den Zusatzkosten liegt der TKP bei 32,50 €. Beide Zahlen sind rechnerisch richtig, verwenden aber eine unterschiedliche Kostenbasis.
Bei 20 € Deckungsbeitrag je Bestellung brauchst du 65 Bestellungen, um 1.300 € Kooperationskosten zu decken. Dafür muss der Deckungsbeitrag bereits variable Kosten wie Ware, Versand, Zahlungsgebühren, erwartete Retourenkosten und eine mögliche Creator-Provision berücksichtigen. Die oben erfassten Kooperationskosten ziehst du dabei nicht erneut ab.
Benötigte Bestellungen = Gesamtkosten ÷ Deckungsbeitrag je Bestellung, auf ganze Bestellungen aufgerundet
Ob 65 zusätzliche Bestellungen erreichbar sind, ist damit noch nicht beantwortet. Zugerechnete Käufe wären teilweise womöglich auch ohne die Kooperation entstanden. Fixkosten und Steuern sind ebenfalls nicht mit dieser Rechnung gedeckt.
Du hast bereits ein Angebot? Mit dem offenen Influencer-Kosten-Rechner prüfst du Honorar, Zusatzkosten, TKP und die benötigten Bestellungen mit deinen eigenen Zahlen. Ohne Anmeldung.
Verhandle zuerst über den Umfang. Wenn ein Angebot über deinem Budget liegt, prüfe, welche Leistung du tatsächlich brauchst. Unnötige Exklusivität oder nicht benötigte Nutzungsrechte wegzulassen ist eine konkrete Änderung am Auftrag. Einfach nur einen niedrigeren Preis zu verlangen ändert den Aufwand nicht.
Bei einer Influencer-Kooperation buchst du die Veröffentlichung auf dem Kanal des Creators und gegebenenfalls weitere Leistungen. Bei reiner UGC-Produktion kaufst du vor allem Content und Nutzungsrechte. Du spielst das Material anschließend über deine eigenen Kanäle oder dein Werbekonto aus.
Die organische Reichweite des Creators ist für reine UGC-Produktion deshalb keine passende Preisbasis. Hier vergleichst du zum Beispiel Konzepte, Varianten, Produktionsaufwand und die vereinbarten Rechte. Wie du passende Personen dafür auswählst, steht im UGC-Creator-Guide.
Wenn du Creator-Content als Werbung einsetzen willst, plane Angebot, Creative und Ausspielung zusammen. Bei Mesper verbinden wir Creative Design mit der passenden Ads-Betreuung. Der nächste Schritt muss sich aus deinem Vorhaben ergeben, nicht aus einer pauschalen Follower-Tabelle.
Aus 10.000 Followern lässt sich kein belastbarer Preis für eine Kooperation ableiten. Dafür fehlen Format, tatsächliche Views, Zielgruppe und Leistungsumfang. Lass dir diese Angaben geben und vergleiche erst dann das Angebot.
Ein guter TKP hängt von der Messgröße, Zielgruppe und gebuchten Leistung ab. Die Preisorientierung oben kann Rückfragen auslösen, ersetzt aber keinen passenden Angebotsvergleich. Ein niedriger TKP belegt weder Verkäufe noch Profitabilität.
Das muss im konkreten Angebot stehen. Die Veröffentlichung im Creator-Kanal und die Nutzung auf deinen eigenen Kanälen oder als Ad sind unterschiedliche Leistungen. Kläre den erlaubten Einsatz und die Vergütung vor dem Dreh.
Rechne Honorar, separat berechnete Rechte, zusätzliche Produktion, Produkt, Versand und weitere feste Kooperationskosten zusammen. Variable Provisionen gehören in die Rechnung je Bestellung. Adspend für spätere bezahlte Ausspielung planst du zusätzlich und wertest ihn separat aus.
Preisquelle: Modash, Influencer Pricing, veröffentlicht am 12. Februar 2026. Geprüft am 3. November 2026. Grundlage und Grenzen stehen direkt bei der Tabelle.
Die Angebotsrechnung ist ein frei gewähltes Beispiel. Eigene Preiszusagen, Kaufprognosen oder eine automatische Bewertung einzelner Creator sind damit nicht verbunden.